hanthalah

اراء الزوار 

أرسلت إلينا السيده فريده روزر هذه الرساله عن إنطباعتها خلال قيامها بعملها في فلسطين في هذه السنه كمراقبه لما يحدث للفلسطينيين على يد الإسرائيليين في مختلف مناحي الحياه اليوميه مع استعارة "حنظله" كرمز للصمود و الثبات للناس العزّل ضد الطغاه

Frida Roser,

Wir veröffentlichen diesen Beitrag von Frida Roser-Harb Friedensbeobachterin in Palästina in diesem Jahr. Sie benützt die bekannte Figur von Handala als Symbol für Standfestigkeit gegen Unterdrückung.

Auf dem Weg

Wir leben in einer Welt in der die Mächtigen nur sich und ihren Weg sehen ohne Rücksicht auf Andere. Sie vergessen, dass eine Medaille zwei Seiten hat und nur als Ganzes betrachtet werden kann. Nur wenn beide Seiten in Betracht gezogen werden kann es zu Gerechtigkeit und Frieden kommen.
Gerechtigkeit ist ein Teil von Gottes Natur. Wir können danach streben und einen Teil des Göttlichen erfahren. Wie gehen wir um mit unseren Nächsten um wer immer sie auch sind?  Wie gehen wir mit Gedanken und Handlungen über Gerechtigkeit um? Kann der Mensch Gerechtigkeit für sich einfordern ohne gerecht zu handeln?


Streben wir überhaupt nach Gerechtigkeit oder folgen wir unserem fanatischen Idealismus ohne Rücksicht auf Andere?
Rund um die Palästina Problematik hat es viele Fragen die noch nicht einmal annähernd angesehen wurden. Naji Ali, ein palästinensischer Karikaturist, der aus seinem Heimatland vertrieben worden ist um einem anderen Volk eine Heimat zu geben, hat dafür ein Symbol erfunden, das Handala. Das Handala stellt ein Kind dar, welches unerschütterlich, trotz aller Unannehmlichkeiten, seine Liebe zur Heimat und zum gewaltlosen Widerstand aufzeigt. In der Karikatur unten symbolisiert der alte Mann das ungelöste Palästinaproblem und Handala versucht, die vielen Fragen zu verstehen. Dieses Symbol lebt in seiner alten Heimat Palästina weiter. Heute wie damals haben die Karikaturen von Naji Ali ihre Gültigkeit noch nicht verloren.

اشىفاشمش

In meiner Erfahrung als Menschenrecht Beobachterin in Palästina/Israel, in der Begegnung mit palästinensischen und israelischen Friedensaktivisten, wurde mir klar, dass alle Ideen und Möglichkeiten haben, um mindestens einen Teil dieser vielen Fragen zu beantworten. Hier stellt sich leider schon die erste Frage. Wer hört schon auf Friedensaktivisten?
Bisher sind die Mächtigen nicht bereit die Fragen anzugehen, im Gegenteil, sie produzieren mit ihrem Handeln noch mehr Fragen.

Es ist nicht einfach zu verstehen was es bedeutet ein Leben, umzingelt von Mauern und Barrieren, zu verbringen.
Es ist nicht einfach zu verstehen, wenn dir dein Land weggenommen wird.
Es ist nicht einfach zu verstehen, wenn die Würde des Menschen täglich missachtet wird.
Es ist nicht einfach zu verstehen, wenn Mütter täglich um die Sicherheit ihrer Kinder bangen.
Es ist nicht einfach zu verstehen, dass Menschen 41 Jahren unter Besatzung leben.
Es ist nicht einfach zu verstehen, dass Menschen kein Licht am Horizont sehen.
Es ist nicht einfach zu verstehen, wenn Steine werfende Kinder täglich angeschossen werden.
Es ist nicht einfach zu verstehen, wenn Soldaten ihre Menschlichkeit verlieren und abgestumpft werden.
Es ist nicht einfach zu verstehen, wenn Müttern auf beiden Seiten so viel Leid ertragen müssen.

Mit all diesen Tatsachen wurden wir laufend konfrontiert und sie haben uns immer beschäftigt. Diejenigen, welche uns in diesen Momenten der Niedergeschlagenheit unterstützt haben waren die Dorfbewohner von Yanoun. Mit einem Satz „Wir brauchen euch damit ihr in schwierigen, unmenschlichen Situationen, neben uns steht, aber wir brauchen euch auch um unsere Träume zu teilen, denn wir träumen von einer gerechten Zukunft“ haben sie uns immer wieder aufgebaut.

Eins habe ich erfahren, die Palästinenser sind resilient und haben eine starke Verwurzelung in ihrer Heimat Palästina so wie auch eine starke Verbundenheit mit ihrem Boden. Niemand wird sie vertreiben können, sie sind wie Handala. Nur frage ich mich: Wie lange kann die Welt nur Zuschauer bleiben. Es ist Zeit zu handeln.

Frida Roser,
Menschenrechtsbeobachterin

 

 

 

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