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Für Euch gelesen
Ghetto , Apartheid und die Mauer صيغة PDF طباعة أرسل لصديقك

von J.Hayek

Was Israelis unter Frieden verstehen ist ihre Sicherheit , für die die Palästinenser zu bezahlen haben. Dies mag auf dem Hintergrund der Ghettomentalität verstanden werden, die Folgen für die Palästinenser sind aber verheerend. Interessant ist zu erfahren wie Max Nordau bereits 1897 auf dem ersten Zionistischen Kongress auf diesen Aspekt aufmerksam machte

Das Ghetto war für die Juden in der Vergangenheit nicht ein Gefängnis ,sondern eine Zuflucht..es war für sie ein sicheres Refugium, das für sie den spirituellen und moralischen Wert eines Elternhauses hatte... Die Meinung der Aussenwelt hatte keinen Einfluss, denn es wäre die Meinung von ignoranten Feinden. Man versuchte seinen Mitjuden zu gefallen und ihr Applaus machte ihr Leben wertvoll und zufrieden. Seine Situation nach aussen hin war unsicher, oft ernsthaft gefährdet. Aber im Innen gelang ihnen eine volle Entwicklung ihrer besonderen Qualitäten. Sie waren Menschen, die in Harmonie miteinander lebten und die nicht die Elemente des normalen sozialen Lebens benötigten... Sie fühlten auch instinktiv die grosse Bedeutung des Ghettos für ihr inneres Leben und deshalb hatten sie nur die eine Sorge , ihre Existenz durch unsichtbare Mauern zu sichern, die viel dicker und höher waren als die Steinmauern, von denen sie sichtbar eingeschlossen waren. Alle jüdischen Gebäude und Gewohnheiten verfolgen unbewusst nur ein Ziel, das Judentum durch Trennung vom andern Volk zu erhalten und dem einzelnen Juden ständig bewusst zu machen , dass er verloren wäre und verderben würde, wenn er seinen besonderen Charakter aufgibt 

Mein Kommentar

Hat sich heute nach mehr als 100 Jahren etwas geändert?Was die neue Israelische Regierung unter Netanyahu und Liebermann verlangt ist genau das! Die Anerkennung und Durchsetzung des reinen jüdischen Charakters von Israel und  Transfer der Palästinenser, welche immerhin 20 Prozent der Bevögkerung bilden! So können sich die Israelis im neuen Ghetto wohl fühlen, wie damals in Europa. Jedenfalls , was uns kümmert sind die Folgen für uns, und wie wir uns für unsere Existenz zu wehren haben. Es ist ein Teil der zionistischen Strategie ihren Friedensprozess voranzutreiben und diejenigen Palästinenser zu stärken, welche an einen solchen Frieden glauben, um mit ihnen endlos zu verhandeln, und gleichzeitig Realitäten auf dem Boden schaffen. Das ist , was tatsächlich geschah und geschieht. Die eingeborenen Israelis nennen sich Sabra, , Kaktus, Arabisch Sabr. Der Sabr war ein Merkmal der palästinensischen Dörfer und Landschaft. Wo immer man im Palästina von 48 Sabr Bäume sieht, kann man sicher sein, dass hier ein palästenensisches Dorf, eine Farm oder ein Haus vernichtet wurde.Wir brauchen jeden Tropfen Energie, jede Entschlossenheit und jede Konzentration von jedem von uns , um unsere Identität zu verteidigen. Gibt es noch Gründe für Streitigkeiten ? 

 

 
Es war Einmal ein Palästina
Buchbesprechung:

Tom Segev: „ES WAR EINMAL EIN PALÄSTINA“ (Pantheon Verlag)

Der Historiker T.Segev schrieb ein sehr spannendes Buch über die jüdische Imigration nach Palästina, und die Verhältnisse zwischen Palästinensern und Zionisten unter der britischen Mandatsregierung, bis 1948.
Man begreift , wie es war und wie es dazu kam, dass sich soviel Kofliktpotential in dieser Region aufstaute, das das Leben mehrerer palästinenser Generationen bestimmte und bestimmt, und die Welt heute noch in Atem hält , weil solch ungeheure Ungerechtigkeit derartige Energien über Generationen hinaus entfesselt.

Hier liegen die wahren Wurzeln des Konflikts.
Nach dem Lesen dieses Buches besteht über die Vorsätzlichkeit der Zionisten und der Briten ,eine jüdische Mehrheit in Palästina zu schaffen, was schlussendlich zur Vertreibung der Palästinenser führte, kein Zweifel mehr. Und man versteht auch besser die Gegenwart, denn an den zionistischn Ideen hat sich bis heute nichts geändert.

Die Politik der israelischen Regierungen , ungeachtet ob links oder rechts muss vor diesem zionistischen Hintergrund verstanden werden.
Zionismus und Palästina sind nicht vereinbar. Denn das Ziel des Zionismus , Palästina jüdisch zu machen wie Frankreich französisch  oder England englisch , bedeutet nichts anders als Auslöschung der palästinensischen Identät,egal ob physisch oder ideell oder beides !
Alles schon versucht , geschehen oder in Planung !
Interessant in diesem Buch sind die authentischen Zitate der Zeitgenossen. Überwältigend sind die Referenzen.
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